Schimmelpilz – Analyse und Beseitigung

Schimmelpilze sind Teil unserer natürlichen Umwelt und zumeist nützlich bis harmlos. In der Außenluft sind Schimmelsporen das ganze Jahr über in unterschiedlicher Feuchte_Temperatur_Schimmel_2-01Konzentration vorhanden. Im Winter sind mit ~100 Schimmelsporen je m³ Außenluft relativ wenig vorhanden, im Sommer dagegen steigt die Anzahl der Schimmelsporen je m³ Luft auf 4.000 – 6.000 sehr stark an.

Selbstverständlich machen die Sporen nicht vor der Haustür halt, sondern verteilen sich auf dem normalen Lüftungsweg im ganzen Gebäude. Ist die Umgebung organischer Art, wie z. B. Papier, Tapeten, Holz, Gipskarton, Gipsputz etc. und herrscht dazu noch entsprechendes Klima, nämlich warm und feucht mit über 80% Luftfeuchte, dann sind die besten Voraussetzungen für Schimmel in der Wohnung gegeben.

Wird eine gewisse Konzentration bestimmter Schimmelpilzarten überschritten, kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen bei Menschen kommen. Darüber hinaus wird auch die Bausubstanz angegriffen und geschädigt.

Als Bausachverständiger analysiere ich kompetent mittels erforderlicher Messungen, u. a. Feuchtemessung und Temperaturmessung, ob Schimmelpilzbefall vorliegt und was die Ursache dafür ist.

Bei positivem Befund wird abhängig von der vorgefundenen Schimmelpilzart, die jeweils wirksamste Beseitigungsart gewählt.

Nicht ausreichend, teilweise sogar gefährdend sind Do-it-yourself Lösungen aus dem Baumarkt. „Empfohlene“ Hausmittel wie Essig sind kontraproduktiv, da aufgrund des niedrigen Säuregehalts von ca. 5% keine Wirkung erzielt wird, der Rest ist organischer Nährboden für Schimmelpilze. Essig mit höherer Säurekonzentration greift die Bausubstanz an.

Hier gilt ebenso der alte Grundsatz: Wenden Sie sich an den Fachmann!

Die Ausprägung des von einem Schimmelpilzschaden ausgehenden gesundheitlichen Risikos ist nur durch einen Arzt feststellbar, da die gesundheitliche Wirkung von Schimmelpilzen in starkem Maße von der Disposition (Anfälligkeit für die Ausbildung einer Krankheit) des Betroffenen abhängt. Die Disposition kann nur ein Arzt sachgerecht beurteilen. Medizinische Laien können nur die allgemeine Aussage treffen, dass ein erhöhtes Risiko nicht auszuschließen ist!

Schimmel in der Wohnung ist nicht selten der Grund für Streit zwischen Mieter und Vermieter.

Sind die Ursachen für den Schimmel bauwerksbedingt (Feuchtigkeit von außen, Wärmebrücken, Leckagen) oder mieterbedingt (falsches Heiz- und Lüftungsverhalten)? Eine Untersuchung hinsichtlich der Ursache für Schimmelpilz- bzw. Feuchteschäden durch die Verbraucherzentrale in Stuttgart ergab folgende Häufigkeitsverteilung:

  • Baumängel 46%
  • Leckagen 22%
  • erhöhte Luftfeuchte 19%
  • falsche Möblierung 13%

Ratgeber Schimmel im Haus

Bundesumweltamt „Schimmelpilz Leitfaden“

e-books 03